Glossar - 3D-Druck-Begriffe

Häufig gestellte Fragen und Glossar für häufig verwendete Fachbegriffe und Bezeichnungen im 3D-Druck
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Glossar - 3D-Druck-Begriffe

#1

Beitrag von lixxbox » Do 29. Nov 2018, 22:27

Glossar

Im Bereich 3D Druck fallen immer wieder Fachbegriffe. Um euch den Einstieg etwas zu erleichtern, haben wir angefangen Begriffserklärungen zusammen zu tragen. Diese Liste kann und wird sicher nie vollständig sein. Beachtet bitte auch, dass wir hier keine absolute Korrektheit bei allen Erklärungen gewährleisten können, jedoch mit bestem Wissen und Gewissen die Begriffe so gut es geht versuchen zu beschreiben. Korrekturen, Ideen und Anträge werden aber gerne im entsprechenden Forum angenommen.


Index


A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|0-9



Alle Sprungmarken lassen sich im Forum verlinken. Am Besten nutzt Ihr dazu den neuen Glossar-bbcode.
Die folgenden Befehle sollten z. B. alle zum Heizbett führen:

Code: Alles auswählen

[glossar]Heizbett[/glossar]
[glossar]Heatbed[/glossar]
[glossar]HB[/glossar]
Ihr könnt natürlich auch die Links kopieren und in den jeweiligen Threads einfügen.

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#2

Beitrag von lixxbox » Do 29. Nov 2018, 22:28

Changelog:

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#3

Beitrag von lixxbox » Do 29. Nov 2018, 22:28

A

  • gängige Abkürzungen im 3D Druck

    EM = Extrusion Multiplier - Extrusionsmultiplikator - Flow (Cura)
    EW = Extrusion Width - Extrusionsbreite
    LW = Line Width - Extrusionsbreite (Cura)
    ND = Nozzle Diameter - Düsendurchmesser
    FD = Filemant Diameter - Filamentdurchmesser
    LH = Layer Height - Schichtdicke - Schichthöhe
    HE = Hotend
    HB = Heatbed - Heizbett
  • ABS - Acrylnitril-Butadien-Styrol

    ABS ist wohl nach PLA der beliebteste thermoplastische Werkstoff der als Filament verdruckt wird. ABS zeichnet sich durch höhere Drucktemperaturen sowohl beim Hotend (220-250°C) als auch beim Heatbed(~100°C) im Vergleich zu PLA aus. ABS findet seine Anwendung in vielen technischen Gebieten mit erhöhten Ansprüchen auf die Schlagzähigkeit, angefangen bei Haushaltsgeräten bis hin zur Automobil- und Elektroindustrie. Auch das weltweit bekannte LEGO ist aus ABS. ABS ist löslich in Aceton. Somit lassen sich Druckobjekte aus ABS mit Aceton verkleben oder glätten -> Vapor Smoothing.
  • Additive Fertigung alternativ: Additive Manufacturing

    Additive oder auch generative Fertigungungsverfahren bezeichnen automatisierte Prozesse in denen schichtweises Ablegen von Material auf Basis einer 3D-Konstruktionsdatei erfolgt und somit aus einer digitalen Vorlage ein physisches Objekt entsteht. Diese Methode wird auch gerne als Rapid Prototyping bezeichnet oder im allgemeineren Sprachgebrauch einfach als 3D-Druck oder 3D-Printing.
  • ASA - Acrylnitril-Styrol-Acrylat

    ASA ist ähnlich wie ABS ein Styrol-Copolymer. Es ist im Vergleich zu ABS deutlich Witterungs- und Wärmeformbeständiger. Ebenso weist es eine noch höhere Formstabilität und Schlagzähigkeit wie ABS auf. Aufgrund dieser Eigenschaften findet auch ASA seinen Einsatz in vielen technischen Anwendungen.

B

  • Blend

    In Arbeit
  • Blobs

    Blobs sind Materialanhäufungen auf der äußeren Wand des Druckobjektes. Sie entstehen zumeist durch fehlerhafte oder noch nicht ganz korrekt eingestellte Werte im Slicer
  • Bowden Extruder

    Diese Art von Extruder wird anders als der Direct Drive Extruder nicht mit dem Druckkopf auf einen Schlitten verbaut. Der Bowden Extruder befindet sich in der Regel am Druckergehäuse und wird über einen PTFE-Schlauch oder auch Bowden-Tube mit dem Druckkopf verbunden. Der am Gehäuse befestigte Schrittmotor fördert dann das Filament durch den PTFE-Schlauch zum Hotend. Vorteile bei der Wahl eines Bowden Extruders sind das stark verringerte Gewicht auf dem Druckkopfschlitten. Nachteile kann es beim Drucken von flexiblen Filamenten wie TPU geben. Im Vergleich zum Direct Drive Extruders müssen oftmals für den Betrieb eines Bowden-Extruders andere Parameter im Slicer gewählt werden. Abhängig von Länge, und Eigenschaft des Bowden-Tubes kann es hier also notwendig sein bspw. den Retract aufgrund des Bowdenspiels zu erhöhen.
  • Bowdenspiel

    Das Bowdenspiel beeinflusst den notwendigen Retract. Es ist das Maß an Spiel welches das Filament innerhalb des PTFE-Schlauches hat um sich noch zu verbiegen nachdem es auf Widerstand (in dem Fall die Düse) stößt. Diese restliche Flexibilität muss beim Retract beachtet werden. Dazu sollte man in jedem Fall sein Bowdenspiel bestimmen. Wird das Bowdenspiel nicht ermittelt und dahingehend nicht kompensiert kann dies unterstützend zum Oozing beitragen.
  • Bowden-Tube

    Bowden-Tube bezeichnet den PTFE-Schlauch mit dem Bowden Extruder und Hotend miteinander verbunden werden. Über diesen Schlauch, welcher an beiden Enden über ein Pushfit gesichert wird, wird das Filament vom Extruder zum Hotend geführt.
  • Bridging

    Unter Bridging versteht man eine Technik die der Slicer anwendet um zwischen zwei festen Endpunkten in der Luft zu drucken. Spezielle Einstellungen im Slicer sollen dafür sorgen, dass der extrudierte Filament-Strang zwischen den Endpunkte aufgespannt wird ohne das diese herunterhängen. Bridging kann dafür verwendet werden, wenn Support-Strukturen entweder noch nicht nötig sind oder vermieden werden sollen.
  • Brim

    Brim bezeichnet eine direkt am Druckobjekt zusätzlich anliegende Umrandung. Er kann unter anderem dafür verwendet werden um die Kontaktfläche zur Druckoberfläche zu vergrößern und dem Druckobjekt so mehr Haftung auf dieser zu geben. Eine andere Anwendung ist das Primen der Düse vor Beginn des eigentlichen Objektes oder gar zur Live-Justage des Druckbettes.

C

  • Coldend

    Das Coldend bezeichnet das "kalte Ende" eures Druckkopfes und ist der Bereich der über das Heatbreak mit Heizblock und Düse verbunden wird. Zumeist befindet sich hier ein Kühlkörper mit angebrachtem Lüfter durch den das Filament geführt wird bevor es im Hotend vom Heizblock und der Düse aufgeschmolzen und anschließend extrudiert wird. Im Falle eines Direct Drive Extruders wird oft dieser auch dann dem Coldend zugeschrieben, da er fest mit dem Kühlkörper oder dem Hotend selbst verbunden ist.
  • Cold Pull

    Methode um eine Verstopfung der Düse zu beseitigen. Kann auch dazu verwendet werden um Verunreinigungen oder Überreste anderer Filamente aus der Düse zu entfernen ohne diese ausbauen zu müssen. Vorzugsweise wird dafür Nylon-Filament verwendet.
  • Ultimaker Cura

    Cura ist eine weit verbreitete Slicing-Software der Firma Ultimaker mit der ihr eure STL-Datei für den Druck vorbereiten könnt. Um die Software zu verwenden braucht ihr nicht zwingend einen Drucker der Firma Ultimaker.

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#4

Beitrag von lixxbox » Do 29. Nov 2018, 22:33

D

  • Delamination alternativ: Layer Separation

    Delamination ist ein Fehlerbild welches Auftritt wenn das Layerbonding zwischnen den einzelnen Layern nicht ausreichend gewährleistet ist. Die Auslöser sind zahlreich. Angefangen von einer falsch eingestellten Layer Height, über für das Filament inkorrekte Drucktemperaturen (zu niedrig oder zu hoch) bis hin zu einer zu hoch gewählten Druckgeschwindigkeit. Oder es ist eine Kombination aus den genannten Faktoren. Falsche oder zu starke Bauteilkühlung oder Under-extrusion können weitere Gründe dafür sein, dass sich einzelne Layer wieder voneinander lösen.
  • Direct Drive Extruder

    Ein Direct Drive Extruder sitzt mit dem Hotend zusammen auf dem Schlitten. Der Schrittmotor des Extruders ist dabei in der Regel über dem Hotend verortet und führt das Filament direkt in dieses. Der Vorteil bei diesem Extruder im Vergleich zum Bowden-Extruder ist, dass kein PTFE-Schlauch benötigt wird, somit also auch kein Bowdenspiel kompensiert werden muss. Ein Nachteil ist dabei jedoch das deutlich höhere Gewicht auf dem Druckkopfschlitten.
  • Düse alternativ: Nozzle

    Siehe Nozzle
  • Druckbett alternativ: Heatbed / Heizbett

    Das Druckbett beschreibt den Teil eures Druckers auf dem das Druckobjekt Schicht für Schicht aufgebaut wird. Es gibt beheizte und unbeheizte Druckbetten in unterschiedlichsten Maßen und Ausführungen. Das Druckbett ist entweder komplett feststehend (z.B. Delta-Drucker) oder wird in horizonatler (Y-Achse bei z.B. Prusa) oder vertikaler (Z-Achse bei z.B. Ultimaker) Richtung bewegt.

E

  • EEPROM

    In Arbeit
  • Extruder alternativ: Feeder

    Als Extruder (aus technischer Sicht wäre Feeder zutreffender) wird die Baugruppe bezeichnet die für die Filamentzufuhr zum Hotend sorgt. In seiner einfachsten Form besteht der Extruder aus einem Schrittmotor, Ritzel und einer mit Federkraft belasteten Andruckrolle. Auf der Welle des Schrittmotors ist das Ritzel befestigt. Das Filament wird mithilfe der Andruckrolle an das Ritzel gedrückt. Eine Bewegung des Schrittmotors resultiert nun, je nach Drehrichtung, entweder in Vorschub oder Rückzug des Filaments.
  • Extrusion Multiplier Abkürzung: EM

    Der Extrusion Multiplier ist ein hauptsächlich aus dem Slicer Simplify3D verwendeter Begriff. Dort beschreibt er einen Multiplikator aller Extrusions-Bewegungen für den gesamten Druck. Darunter fallen auch Extrusionen von Rafts, Brims, Skirts, Infill und Support. EM wird im Allgemeinen jedoch auch gerne in Verbindung mit anderen Slicern verwendet, da diese dort oft nur eine andere Bezeichnung tragen, die Funktion jedoch die selbe ist und generell immer von der Flow Rate gesprochen wird. In Cura entspricht der EM so zum Beispiel dem Parameter Flow, in Slic3r und Slic3r Prusa Edition wird hingegen ebenso der Begriff Extrusion Multiplier verwendet.
  • Extrusionsstrang

    Als Extrusionsstrang wird die Baugruppe bezeichnet die für die Extrusion des Filaments zuständig ist. Bildlich gesprochen ist dies also der Weg den das Filament ab Extruder bis zum Düsenaustritt zurückzulegen hat.
  • Extrusion Width Abkürzung: EW

    Die Extrusion Width ist die Breite einer einzeln extrudierten Bahn. In Cura wird dieser Parameter Line Width genannt, ist von der Bedeutung und Funktion her jedoch identisch. In der Regel wird hier der ND eingetragen und verwendet (auch wenn dies bei genauerer Betrachtung nicht die reale Bahnbreite sein wird). Einige Slicer besitzen hier eine Automatik-Funktion bei diesem Parameter. So setzt z.B. Simplify3D die EW in der Option Auto auf das 1,2-fache des ND. Slic3r geht hier noch einen Schritt weiter und macht einen automatisch ermittelten EW nicht nur vom ND sondern auch von der LH abhängig. Dies sind zwei unterschiedliche Philosophien die von den jeweiligen Entwicklern verfolgt werden um anschließende Berechnungen zur Flow Rate anzustellen.
    Wir empfehlen hier jedoch immer Recht schnell von den Automatiken wegzugehen und fix den ND zu verwenden um mehr eigene Kontrolle über die Extrusion und das daraus resultierende Druckbild zu erhalten.

F

  • Feedrate

    In Arbeit
  • Filament

    Als Filament wird der Ausgangswerkstoff im FDM- bzw. FFF-Druckverfahren bezeichnet. Dieser auf einer Rolle aufgespulte Kunststoff-Faden kann aus verschiedensten, thermoplastischen Kunststoffen bestehen. Sehr bekannt und beliebt sind hierbei PLA, ABS und PETG. Der Durchmesser des Fadens beträgt idealerweise 1,75mm oder 2,85mm. Geläufiger ist hier inzwischen Filament mit einem Filamentdurchmesser von 1,75mm.
  • Filament Diameter alternativ: Filamentdurchmesser Abkürzung: FD

    Mit dem FD beschreiben wir den Filamentdurchmesser des Kunststoff-Fadens. Weit verbreitet ist hier Filament mit einem Durchmesser von 1,75mm. Wichtig für die Einstellungen die im Slicer getätigt werden müssen ist das vorherige Kontrollieren und Messen des FD. Dazu wird optimaler Weise an mehreren Stellen (über mehrere Meter) gemessen und daraus ein Mittelwert gebildet (Eine Anleitung dazu findet sich im Forum). Dieser Mittelwert wird anschließend im Slicer eingetragen. Ein blindes Vertrauen auf die Bezeichnung ohne separaten FD-Nachweis des Herstellers sollte Vermieden werden. Größere Abweichungen zwischen dem im Slicer eingestelltem und dem realen FD können sich im Druckbild durchaus bemerkbar machen.
  • Firmware

    In Arbeit
  • Flow

    Flow ist ein in Cura verwendeter Parameter. Er ist funktional dem Extrusion Multiplier aus Simplify3D, Slic3r oder Slic3r Prusa Editon gleichzusetzen.
  • Flow Rate

    Flow Rate beschreibt im Allgemeinen den Durchfluss je Zeiteinheit. Im 3D-Druck sprechen wir da also von der Durchflussmenge an Filament durch die Düse pro Zeiteinheit.

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#5

Beitrag von lixxbox » Do 29. Nov 2018, 22:34

G

  • G-code

    G-code ist der weit bekannte Begriff für die NC- bzw. CNC-Programmiersprache mit der wir unsere 3D-Drucker füttern und ihm alle wichtigen und notwendigen Befehle erteilen um das Druckobjekt zu erzeugen. Die Übersetzung von 3D-Modell in G-code übernimmt der Slicer. Im Slicer werden alle wichtigen Parameter eingestellt und ebenfalls neben dem eigentlichen Modell in G-code übersetzt. Der Slicer generiert daraus dann eine ".gcode"-Datei die wir daraufhin an unseren Drucker übergeben und ausdrucken lassen können.

H

  • Heatbed alternativ: Heizbett / Druckbett - Abkürzung: HB

    Das Heizbett, im englischen auch Heatbed genannt ist das Äqui­va­lent zum Druckbett mit dem einzigen Unterschied, dass hier bereits die Information darüber mitgegeben wird, dass es sich um ein beheiztes Druckbett handelt. Viele Thermoplaste erfordern einen beheizten Untergrund um überhaupt eine Haftung auf diesem zu ermöglichen. Zum Beispiel benötigen ABS und PETG einen beheizten Untergrund und würden sich ohne diesen kaum bis gar nicht erfolgreich drucken lassen, da das Filament keine ausreichend kraftschlüssige Verbindung mit dem Druckbett eingeht.
  • HIPS - High Impact Polystyrene / hochschlagfestes Polystyrol

    In Arbeit
  • Hotend Abkürzung: HE

    Zum Hotend gehören Düse, Heizblock (inkl. Thermistor und Heizpatrone) und Heatbreak. In vielen Fällen wird der gesamte Druckkopf der Einfachheit halber als Hotend bezeichnet was technisch jedoch nicht ganz korrekt ist, da Kühlkörper oder im Falle von Direct Drive Extrudern diese nicht das "heiße Ende" bilden. Sie gehören daher schon zum Coldend.

I

  • Infill

    Infill ist die Füllung des Druckobjektes und bezeichnet einen Parameter der im Slicer eingestellt und in der Regel prozentual ausgedrückt wird. Man unterscheidet noch einmal zwischen Infill und Solid Infill. Solid Infill bedeutet automatisch ein Füllungsgrad von 100%. Dieser Füllungsgrad wird zum Beispiel bei Top- oder Bottom-Layer verwendet, kann aber auch je nach verwendeten Slicer-Einstellungen innerhalb eines Objektes vorkommen. Die meisten Slicer bieten die Option verschiedene Infill-Muster zu verwenden. Diese Muster unterscheiden sich nicht nur im Materialverbrauch und der Druckzeit, sondern auch in ihrer Stabilität. Es gilt also je nach Anwendungszweck zu entscheiden, welches Infill-Muster sich für das Druckobjekt am besten eignet.
  • Isopropylalkohol alternativ: Isopropanol / 2-Propanol Abkürzung: IPA

    Alkohol - Findet Anwendung als Desinfektionsmittel oder auch als Reinigungs- und/oder Lösungsmittel. Der große Vorteil beim Reinigen von Oberflächen mit IPA ist, dass keine Rückstände auf der Oberfläche zurückbleiben, da IPA vollständig verdampft. Voraussetzung dafür ist ein reines IPA. Daher sollte man vermeiden Desinfektionsmittel zum Reinigen der Druckoberfläche zu verwenden da in diesen IPA nur in gewissen Teilmengen enthalten ist. Bitte beachtet vor der Verwendung jeglicher Chemikalien auch immer dessen Sicherheitsdatenblatt!

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#6

Beitrag von lixxbox » Do 29. Nov 2018, 22:34

J

  • Jerk

    Jerk, zu deutsch Ruck, beschreibt im 3D-Druck die maximal zulässige Geschwindigkeitsänderung die ohne Beschleunigung erfolgen darf und wird in mm/s [Millimeter pro Sekunde] angegeben. Er darf nicht mit dem aus der Kinematik bekannten Ruck verwechselt werden, da der Ruck von dem wir hier sprechen anderen Ursprungs ist und mit dem Ruck aus der Bewegungslehre nicht viel gemeinsam hat. Seinen Ursprung findet "unser" Ruck in grbl, einer Open Source CNC-Steuerungssoftware (oder auch Firmware) auf der viele, wenn nicht alle 3D-Drucker-Firmwares basieren.

K

L

  • Layer

    Unsere Druckobjekte bestehen aus vielen aufeinandergelegten Schichten, den Layern. Diese Layer können über den Slicer in ihrer Höhe eingestellt werden. Die daraus resultierende Layerheight hat signifikante Auswirkungen auf das Druckergebnis.
  • Layerbonding

    Layerbonding beschreibt den Zusammenhalt der einzelnen Layer aufeinander. Damit einzelne Layer gut aufeinander haften, brauchen diese eine entsprechende Kontaktfläche zueinander. Zum Einen müssen die Bahnen der Layer ausreichend Zeit und Temperatur haben sich miteinander verbinden zu können, zum anderen darf die LH nicht zu hoch gewählt werden damit die Kontakfläche zwischen den Bahnen nicht zu gering wird. Ein schlechtes Layerbonding resultiert in einem als Delamination oder Layer Separation genannten Fehlerbild.
  • Layer Height alternativ: Schichthöhe / Schichtdicke Abkürzung: LH

    Die Layer Height beschreibt die Schichtdicke eines einzelnen Layers und beeinflusst die Gesamtdruckzeit in erheblichem Maße, da dieser Parameter über die Anzahl der insgesamt benötigten Schichten für das jeweilige Druckobjekt bestimmt. Je kleiner die Layer Height gewählt wird, desto dünner werden einzelne Layer gedruckt. Die Layer Height stellt also allgemein die (vertikale) Auflösung des Druckes dar. Gängige Schichtdicken im FFF-Druckverfahren sind 0,1mm - 0,3mm.
    Die maximal (bedenke maximal ist nicht gleich optimal!) zu verwendende LH für eine Düse mit bestimmtem ND lässt sich ermitteln mit:
    LH_max = ND * 0,8.

    Für eine Düse mit einem ND von 0,4mm sollte also auf eine LH > 0,32mm explizit verzichtet werden, da es sonst zu ungewollten Problemen beim Layerbonding kommen kann.

    Quelle: https://blog.prusaprinters.org/everythi ... -diameter/
  • Layer Separation alternativ: Delamination

    Siehe Delamination
  • Line Width Abkürzung: LW

    Line Width ist ein in Cura verwendeter Parameter der gleichzusetzen ist mit der Extrusion Width aus Simplify3D oder Slic3r. Die Erklärung dazu ist also bitte dem Eintrag der Extrusion Width zu entnehmen.

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#7

Beitrag von lixxbox » Do 29. Nov 2018, 22:34

M

N

  • Nozzle alternativ: Düse

    Nozzle ist der englische Begriff für Düse und beschreibt eben genau diese. Sie befindet sich am unteren Ende eures Hotends, eingeschraubt in den Heatblock mit Kontakt zum Heatbreak. Die Düse ist der Bereich in dem das Filament vollständig aufgeschmolzen und anschließend durch die Düsenöffnung extrudiert wird.
  • Nozzle Diameter Abkürzung: ND

    Der ND beschreibt den Durchmesser eurer Düsenöffnung. Der wohl gängigste ND ist 0,4mm. Es gibt jedoch auch viele weitere Größen die Verwendung finden, von 0,15mm bis 1mm gibt es Düsen mit unterschiedlichem ND. Der ND beeinflusst eure maximale Layer Height und damit auch die Druckdauer im besonderen Maße.
  • Nylon - Polyhexamethylenadipinsäureamin

    Nylon ist wohl als Kunstfaser sehr bekannt. So bestehen die Borsten unserer Zahnbürsten aus Nylon, es gibt Nähgarn und auch Strümpfe aus Nylon. Es hat eine herausragende Festigkeit, Flexibilität, Haltbarkeit und ist chemisch sehr beständig. Die Drucktemperaturen sind in der Regel höher als die von ABS. So ist eine Hotend-Temperatur ab 250°C erforderlich. Bei Nylon ist es besonders wichtig das Filament trocken zu lagern und am besten aus einer Dry-Box heraus zu drucken, da es im Vergleich zu anderen Filamenten extrem schnell Wasser aus der Umgebungsluft aufnimmt.

O

  • Oozing alternativ: Stringing

    Oozing oder Stringing bezeichnet das ungewollte Fädenziehen der Düse. Oftmals entdeckt man dieses Phänomen an Stellen, an denen der Druckkopf zu einer anderen Position gefahren ist. Eine kleine Menge Filament fließt aus der Düse wodurch sich ein dünner Faden bildet. Als Ursachen liest man immer wieder, dass lediglich die Einstellungen der Retraction verändert werden müsste. Andere Ursachen können jedoch auch das Bowdenspiel oder die Drucktemperatur sein. Dies gilt es mit Testdrucken zu analysieren und herauszufinden. Ein passendes Testobjekt dafür findet sich in unserem Download-Bereich (Retraction Pyramid).

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#8

Beitrag von lixxbox » Do 29. Nov 2018, 22:34

P

  • PC - Polycarbonat

    In Arbeit
  • PEEK - Polyetheretherketon

    In Arbeit
  • Perimeter

    Als Perimeter werden die äußeren Konturen eines jeden Layers vom Druckobjekt bezeichnet. Diese werden, je nach verwendeter Slicer-Einstellung entweder vor oder nach dem Infill gedruckt. Je nach verwendeter Anzahl dieser Perimeter unterscheidet man dann häufig noch in "inner" oder "outer" Perimeter. Viele Slicer ermöglichen es zum Beispiel die äußeren Perimeter mit einer anderen Geschwindigkeit (in der Regel wählt man hier eine geringere) zu drucken als die inneren um ein saubereres Druckbild zu erreichen.
  • PETG - Polyethylenterephthalat (PET)

    PETG ist ein mit Glykol modifiziertes PET, welches vermutlich jeder in Form von PET-Flaschen kennen sollte. Da PET eine recht hohe Schmelztemperatur aufweist (250-260°C) wird dieses mit Glykol modifiziert um so sowohl die Schmelztemperatur wie auch die Viskosität herabzusetzen. Das dadurch erhaltene PETG bietet sich dann hervorragend für den Spritzguss oder auch eben für den FDM-3D-Druck an. PETG ist sehr witterungsbeständig und ist, abhängig von weiteren Additiven im Filament, bis ungefähr 70°C Formstabil. Damit liegt es zwar unter ABS aber über PLA durch seine einfache Verarbeitung, dem relativ geringem Warping und weniger bis gar keiner Geruchsentwicklung beim Drucken bietet PETG eine gute Alternative zu ABS.
  • PID / PID-Tuning

    In Arbeit
  • PLA - Polyactide

    PLA ist wohl neben ABS der am weitesten verbreitete Kunststoff den wir im 3D-Druck verwenden. PLA ist ein aus regenerativen Quellen synthetisch hergestelltes Polymer. Es zeichnet sich durch seine Biokompatibilität und seine sehr leichte Handhabung im Druck aus. Dazu gehören wenig bis kein Warping und auch die Drucktemperaturen am Hotend befinden sich mit ca. 190-210°C eher im unteren Bereich wieder. Das Heizbett kann bei PLA teilweise sogar ausgeschaltet bleiben! Ebenso entstehen beim Druck von PLA keine unangenehmen Gerüche wie dies zum Beispiel bei ABS der Fall sein kann. Auch wenn PLA gute mechanische Eigenschaften wie eine hohe Oberflächenhärte, Steifigkeit und Zugfestigkeit aufweißt, sollte von einem Einsatz bei höheren Temperaturen Abstand genommen werden. Die Erweichungstemperatur von PLA liegt bei ungefähr 60°C (je nach Blend, kann dies auch höher oder tiefer liegen) und macht dieses Material untauglich für Bereiche in denen man es mit einer solch erhöhten Temperatur zu tun hat. Wirklich reines PLA ist beständig gegen Aceton. Also ein guter Test um herauszufinden ob euer PLA rein ist. Wird euer Druckobjekt vom Aceton angegriffen, verliert es seine Farbe oder quillt gar auf, so ist nicht nur PLA in eurem Filament enthalten.
  • PMMA - Polymethylmethacrylat

    In Arbeit
  • PP - Polypropylen

    In Arbeit
  • PTFE-Schlauch

    Siehe Bowden-Tube
  • Push-in Fitting Abkürzung: Pushfit

    Ursprünglich im Pneumatik-Bereich eingesetzt, werden diese Verbinder (Fittings) bei Bowden Extrudern verwendet.
    Dabei wird der Bowden-Tube in das Fitting gesteckt und wird dank dessen Schnellkupplung sicher gehalten und vor Herausrutschen gesichert. Zum Lösen und Entfernen des PTFE-Schlauches aus dem Verbinder braucht nur der Sicherungsring heruntergedrückt werden. Der Schlauch kann dann ganz einfach aus dem Verbinder herausgezogen werden.
  • PVA - Polyvinylalkohol

    In Arbeit
  • PVB - Polyvinylbutyral

    In Arbeit

Q

R

  • Raft

    Rafts kann man als spezielle Form von Support-Strukturen beschreiben, welche dazu dienen können Objekten mit einer sonst extrem kleinen Auflagefläche auf dem Druckbett zu einer besseren Haftung zu verhelfen. Dabei wird unter dem Druckobjekt aus einer Gitterstruktur eine Art Sockel gedruckt welcher nach dem Druck entfernt werden muss. Weitere Verwendungszwecke können das ausgleichen von eventuellen Unebenheiten im Druckbett sein oder um Warping entgegen zu wirken.
  • Rapid Prototyping

    Siehe Additive Fertigung
  • Retraction alternativ: Retract

    Retraction bezeichnet den Rückzug des Filaments aus der Düse, ausgeführt vom Extruder bzw. Feeder. Dadurch findet ein Druckabbau in der Düse statt und ein weiteres Austreten von Filament soll verhindert werden. Eine falsch eingestellte Retraction kann zu Stringing / Oozing führen. Ist jedoch nicht zwingend immer als alleinige Ursache von einem solchen Fehlerbild zu betrachten.

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#9

Beitrag von lixxbox » Fr 30. Nov 2018, 08:54

S

T

  • Thermistor

    In Arbeit
  • Thermoplast

    In Arbeit
  • TPU - Thermoplastische Elastomere auf Urethanbasis

    Herkömmliche Elastomere lassen sich durch Wärmezufuhr nicht verformen und zeigen damit kein thermoplastisches Verhalten. Anders hingegen sind diese thermoplastischen Elastomere. Sie verhalten sich im Bereich ihrer vom Hersteller freigegebenen Einsatztemperatur wie herkömmliche Elastomere, lassen sich dann jedoch durch stärkere Wärmezufuhr verformen. Somit ist es möglich diesen Werkstoff ebenfalls mit einem 3D-Drucker zu verarbeiten.

U

  • Under-Extrusion alternativ: Unter-Extrusion

    Under-Extrusion bezeichnet ein typisches Fehlerbild im 3D-Druck. Bei diesem Fehlerbild sind entweder Lücken innerhalb der Layer, ganz fehlende Layer oder Einschnürungen im Druckobjekt zu verzeichnen. Grund dafür ist ein zu geringer Materiafluss dessen Ursache verschiedene Gründe haben kann. Zum Beispiel kann ein im Slicer falsch eingetragener FD oder EM / Flow die Folge davon sein. In seltenen Fällen kann auch eine temporäre Verstopfung der Düse vorliegen, ausgelöst durch z.B. unerwünschte Fremdkörper / Partikel in Filamenten minderer Qualität oder durch sich gelöste Ablagerungen innerhalb der Düse.

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#10

Beitrag von lixxbox » Fr 30. Nov 2018, 08:54

V

W

X


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#11

Beitrag von lixxbox » Fr 30. Nov 2018, 08:54

Y

Z

0-9


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